3D Drucker Projekt Oberschule Ortrand / Virtual Apero

zuerst war die Idee...

 

Am 16.April 2020 startete Hagen Graf sein Virtual Apéro Projekt. Dies ist ein kleiner virtueller Treff, der seitdem einmal in der Woche stattfindet. Alle Interessierte können daran teilnehmen.  Dieser wurde wegen der weltweiten Ausgangssperren gestartet, um soziale Kontakte zu pflegen und um neue Menschen kennen zu lernen. Im Zentrum der Gespräche standen meistens Themen rund um IT-Bereich. Daher war es nicht verwunderlich, dass wir irgendwann auch auf das Thema "3D-Drucker" gekommen sind. Dieses Thema hat bei allen großes Interesse und Faszination ausgelöst. Unser Lehrer Helmut Siegert, der auch an dem Virtual Apero teilnimmt, war davon besonders begeistert und erzählte es nebenbei auch der Schulleitung der "Karl-Eduard von Lingenthal-Oberschule". Diese zeige auch großes Interesse an diesem Projekt. Jedoch fehlte das Geld und Personen, die diesen aufbauen könnten. Die Frage nach den Personen für den Aufbau war relativ schnell geklärt, eine war Quentin und die andere war Felix Alexander Kaube (ich). Die Frage nach dem Geld löste sich nach kurzer Zeit auch, da die Schule seit Jahren die Schulbücher bei einem Unternehmen kauft, und sich dort ein Rabatt von einem relativ hohen Betrag angesammelt hat. Daher hat dieses Unternehmen der Schule den 3D-Drucker gesponsert. Somit war alles für den Aufbau bereit. 

 

 

Der Aufbau 

 

Tag 1: Das Grundgerüst 

Am ersten Tag haben wir das Paket ausgepackt und die Teile geordnet. Zunächst haben wir den Metallrahmen des Druckers montiert. Dieser ist das Grundgerüst und dient dazu Schrittmotoren zu halten und die einzelnen Achsen zu führen. Als dieses zentrale Gerüst des 3D-Druckers stand, haben wir die Schienen für die Y-Achse montiert. Als letzten Schritt für diesen Tag wurde das Druckbrett befestigt.

 

 

3D-drucker-1

 

 

Tag 2: Der Druckkopf 

Am darauf folgenden Tag widmeten wir uns einem besonderen Teil, dem Druckkopf. Dieses ist das Herzstück eines jeden 3D-Druckers. Dieser führt das Filament (in unserem Fall PLA) und erhitzt es. Im flüssigen Zustand wird es durch die Düse herausdrückt. Diese muss auf dem Millimeter passen, um ein optimales Druckergebnis zu ermöglichen. Aus diesem Grund hat der Aufbau, Einbau und die Verkabelung dieses wichtigen Teils einen ganzen Schultag gedauert. 

 

 

Druckkopf-3D-Drucker

 

 

Tag 3: Vernetzung aller Komponenten 

Am 3. Tag ging es um den Aufbau der Hardware. Wir haben das Netzteil und das Motherboard verbaut. Das Motherboard ist der zentrale Computer für die Steuerung der einzelnen Achsen und des Druckkopfs. Außerdem verarbeitet das Motherboard auch die Daten auf der SD-Karte oder die einkommenden Daten von Octoprint, worauf wir später noch eingehen werden.

 

 

3D-Drucker-Prusa

 

 

Tag 4: Kalibrierung des Druckers 

Am letzten Tag des Zusammenbaus haben wir den Drucker mehrere Stunden lang kalibriert. Das hat solange gedauert, da mehrere Fehler aufgetreten sind und der Sensor mehrmals hardwareseitig angepasst werden musste. An dieser Stelle bedanken wir uns, bei Oliver Brandmüller, der uns beim Aufbau und der Kalibrierung über Twitter mit Tipps und seiner Erfahrung geholfen hat. Am Ende dieses Tages war nicht nur die Kalibrierung abgeschlossen, sondern wir konnten schon unseren ersten Druck bewundern.

 

 

3D-Drucker-erster-druck-prusa

 

 

Octoprint

Octoprint ist eine FOSS (Free Open Source Software), die auf einem "Raspberry Pi", ein vollwertiger Mini-Computer (einplatienen Computer), in unserem Fall ein "Raspberry Pi 3", installiert wird. Dieser "Raspberry Pi" gibt dann ein Webinterface aus, womit man den 3D-Drucker überwachen und auch steuern kann. Dies ist äußerst praktisch, da man von überall im lokalen Netzwerk Zugriff auf dieses Interface hat und so sieht, was der 3D-Drucker gerade macht und im Notfall den Druck auch abrechen kann. Vielen Dank an Gaby Becker die uns den Raspberry Pi 3 zur Verfügung gestellt hat und damit die Nutzung von Octoprint ermöglicht hat. 

 

 

Fazit

 

Meiner Meinung nach zeigt dieses Projekt nicht nur, dass an deutschen Schulen der Drang nach Digitalisierung da ist, es auch Lehrer und anderes Personal gibt, die Möglichkeiten zur Digitalisierung aktiv suchen und auch fördern und dabei eines der größten Probleme,  die Regulierung der Herausgabe des Geldes des "Digitalpakt" zu lösen versuchen, da nur so die erforderlich Hard- und Software und das dazugehörige Personal bezahlt werden kann. Abgesehen davon, zeigt dieses Projekt auch, wie das Internet Menschen mit verschiedenen Erfahrungen und Fachbereichen zusammenbringt, dass am Ende ein Projekt entsteht, was an Schulen und auch für die Entwicklung von Schülern wichtig ist. Wir werden auch in der Zukunft sehen, was aus dem Virtuellen Apero noch so alles entsteht. Deshalb bedankte ich mich hier nochmal ausdrücklich bei jedem, der uns bei diesem Projekt geholfen hat. 

 

Credits

 

Quentin Schuster

Helmut Siegert

Hagen Graf

Oliver Brandmüller

Gaby Becker(Bahnhofsoma)

Der Virtual apéro

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